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Kommentare zum Blog

  • Willkommen in der Wissenschaft: Hausarbeiten in der Gruppe entwickeln als transformative Erfahrung (52 Kommentare)

    • Kommentar von Stefanie auf 19. Dezember 2019

      Es ist der Eile geschuldet, dass der Grundgedanke dieses Fazit-Absatzes nur zur Hälfte vorhanden ist. Eigentlich wollten wir zum Schluss noch einmal das Ineinandergreifen unterschiedlicher ‚Arenen‘ befürworten, in denen Studierende schreiben, Schreiben lernen und durch Schreiben ihre wissenschaftliche (oder fachliche) Sozialisation vorantreiben. Überfachliche Arrangements durch Leute wie uns sind keineswegs überflüssig, aber sie ersetzen nicht fachliche Lehr-Lern-Arrangements, in denen Studierende fachlich schreiben. Nicht zu vergessen Freundschaften, Arbeitsgruppen, private oder unbeleistungspunktete Verhältnisse, in denen Studierende lesen, schreiben, diskutieren und sich kritisch mit dem Leben als schreibende*r Akademiker*in auseinandersetzen … Marko und ich hatten Zahnräder im Kopf, die ineinandergreifen …

      Kommentar von Stefanie auf 19. Dezember 2019

      Das Bild ist womöglich erläuterungsbedürftig. Marko und ich haben ja viel darüber gesprochen, warum das Seminar als sozialer Raum so wichtig war, und dabei auch viel gekritzelt. Uns würde interessieren, wie Ihr diese Darstellung versteht …

      Kommentar von Barbara auf 20. Dezember 2019

      Die Erwartungen der Studierenden könnte man stärker komprimieren und ohne Zitate darstellen, die finde ich wenig überraschend.

      Kommentar von Barbara auf 20. Dezember 2019

      Das finde ich interessant und als inhaltliche Frage ausbauenswert! Man könnte auf so eine Hoffnung ja auch mit der Ansage reagieren, dass es keinen Sinn hat, Hausarbeiten zu Themen zu schreiben, die einen nicht interessieren, und dass, wenn man in seinem Fach nicht genug Themen findet, die einen interessieren, man dann vielleicht im falschen Fach ist.  

      Kommentar von Barbara auf 20. Dezember 2019

      Finde ich redundant und unnötig, s. oben.

      Kommentar von Barbara auf 20. Dezember 2019

      Auch hier würde ich, wie oben, weniger Akzent auf O-Ton-Zitate legen und , wenn möglich, mehr inhaltlich dazu sagen, welche Methoden als hilfreich empfunden werden.

      Kommentar von Barbara auf 20. Dezember 2019

      Schöne Formulierung!! Handelnlernen auf einem neuen Planeten.

      Kommentar von Stefanie auf 22. Dezember 2019

      Hier noch ein Versuch zu visualisieren, was in einem Seminar wie dem unseren passieren kann, das als ‚Probebühne‘ oder ‚Werkstatt‘ für die Arbeit an Texten konzipiert ist, die dann im Fach anerkannt (= erstmal anständig benotet, ggf. sogar mit Anerkennung gelesen) werden sollen:

      Kommentar von Stefanie auf 22. Dezember 2019
      Kommentar von Nils auf 8. Januar 2020

      Ich finde das gar nicht erläuterungsbedürftig, sondern sehr gelungen. Die Abbildung verstehe ich so, dass das eigenen Schreibprojekt mit den Anliegen der einzelnen Person eingebettet sein sollen in einen größeren sozialen Rahmen, in dem das Schreibprojekt von anderen gelesen, bewertet, diskutiert werden kann. Ich biete eine ganz ähnliche Veranstaltung an, für die ich diese Abbildung größtenteils übernehmen könnte.

      Kommentar von Nils auf 8. Januar 2020

      Je nach Fach gibt es aber oft nicht die Möglichkeit, sich unbegrenzt Themen für die Hausarbeit auszusuchen. In der Biologie zum Beispiel gibt es oft eine Reihe an bearbeitbaren Themen. Da ist es schon fast gegeben, dass immer jemand ein Thema abkriegt, das für diese Person weniger interessant ist.
      Dazu kommt, dass nach intensiver Bearbeitung eines Themas das Interesse am Thema oft sinken kann. Die Frage, wie man damit umgeht, sich mit einem uninteressanten Thema auseinander zu setzen, bleibt dadurch sehr relevant.

      Kommentar von Nils auf 8. Januar 2020

      Ich finde, dieser Kommentar macht deutlich, wie wertvoll es ist, wenn in Fächern grundsätzlich die Möglichkeit gegeben ist, das Thema selbst zu wählen, sobald man ausführlichere Abhandlungen (wie Hausarbeiten) schreiben muss. In stark quantitativ geprägten Fächern ist es oft durch das Aufnehmen von bestimmten Daten eingeschränkt, welche Themen überhaupt bearbeitet werden können (siehe meinen Kommentar zu 26 oben). Doch nur weil die Rahemnbedingungen das Aussuchen eines Themas nicht hergeben, löst sich das Problem der fehlenden Motivation ja nicht auf.
      Ich fände es allerdings spannend, wenn diese einzelne Aussage (von der ich vermute, dass sie relativ pauschal auf alle Fächer zutrifft) nach SoTL-Herangehensweise mal erforscht würde. Ist es tatsächlich so, dass der Schreibprozess einfacher wird, wenn die Themen selbst gewählt werden können?

      Kommentar von Nils auf 8. Januar 2020

      Ein spontaner Gedanke in Richtung SoTL: Dies ist ja in etwa sowas wie ein quantitativer Ansatz an die Auswertung von studentischen Freewriting-Texten. Ich stelle es mir spannend vor, ein Säulendiagramm der am häufigsten benutzten Begriffe zu sehen. Welche Begriffe taucht bei 12 von 12 Studierenden auf? Welche Begriffe, die im Seminar zentrale Themen sind, tauchen nur bei 1 von 12 Studierenden auf?

      Kommentar von Nils auf 8. Januar 2020

      Ich bin grundsätzlich nicht ganz sicher, wie ich mit den O-Tönen umgehen soll. Einerseits erlauben sie einen spannenden Einblick in das Denken einzelner Studierenden. Andererseits sind sie sehr subjektiv, als Feedback auf konkrete Fragen von den Autor*innen dieses Textes formuliert, und vermutlich nicht repräsentativ für andere Studierende in der gleichen Situation. Im folgenden Abschnitt werden vier Kommentare genannt, es gab jedoch 12 Studierende im Kurs, von denen eine Studentin den Kurs nur suboptimal nutzen konnte. Was sagen mir diese vier Kommentare dann wirklich?
      Mindestens würde ich vorsichtig mit Formulierungen wie „Die folgenden Zitate belegen“ sein, da ich vermute, dass sie lediglich in Auszügen eine Ansicht bestätigen, mann daraus jedoch nicht verallgemeinern kann und sie dadurch weder das Erreichen noch das Verfehlen eines Seminarziels belegen können. Oder?

      Kommentar von Nils auf 8. Januar 2020

      Insgesamt finde ich das Angebot dieses Seminars toll und Studierenden einen Resonanzraum zu geben, gerade zu einer Zeit, in der sie diesen nicht haben, kann für viele Studierende eine wertvolle Ergänzung zum Studium sein.
      Aufbauend auf meinem Kommentar zu 51 möchte ich allerdings anmerken: „Unser Seminar hat gezeigt, was Studierende brauchen“ ist eine sehr starke, aber mit Vorsicht zu genießende Aussage. Ich glaube „Unser Seminar hat einen Einblick gegeben, was Studierenden helfen kann“ wäre vorsichtiger und treffender, da es sich ja nur um eine Stichprobe von 11 Studierenden handelt.

      Kommentar von Nils auf 8. Januar 2020

      Das finde ich einen wirklich wertvollen und für weitere Diskussionen wichtigen Punkt, der auch ganz im Sinne des LitKom-Projektes an der Uni Bielefeld ist: Inwieweit ist die fachliche Begleitung notwendig, um Schreiben zu lernen? Was kann getan werden, um die verschiedenen „Arenen“ (aus Stefanies Kommentar oben) auch mit Bezug zum Fach aufrecht zu halten? Diese Frage gilt vor allem für Hausarbeiten während des Studiums. Für Abschlussarbeiten zum Beispiel vermute ich, dass grundsätzlich ein soziales Netz gegeben ist, in dem die Arbeit entwickelt wird (Postdocs und Professor*innen können Fragen klären und Feedback auf Entwürfe geben). Bei Hausarbeiten, vor allem in der vorlesungsfreien Zeit, ist dies nicht immer gegeben. Wird dadurch der Schreibprozess bei Hausarbeiten nicht von disziplintypischen Schreibprozessen losgelöst und stellt dadurch ein stärker künstliches Schreibformat dar? Vielleicht wären Seminare wie dieses hier im Fach eine gute Möglichkeit, um dieses Problem zu lösen.

      Kommentar von Erhan auf 9. Januar 2020

      Dieser Satz unterstützt die vorige, angekündigte Idee nicht ganz („Die Portfolios der Teilnehmenden zeigen, dass einzelne Methoden offenbar gut auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten waren“). 

      Kommentar von Erhan auf 9. Januar 2020

      Dieser Kommentar wurde schon mal oben zitiert.  

      Kommentar von Erhan auf 9. Januar 2020

      Es ist richtig, dass es keinen Algorithmus gibt, der den Schreibprozess reibungslos oder automatisch machen würde. Allerdings gibt es in den einzelnen Fächern oft klare Konventionen (denkt an „Ratgeberliteratur“). Ich bin mir nicht sicher, ob dieser der Schreibprozess so „frei“ ist, wie hier beschrieben ist. Es wäre schön, die Faktoren, die die Studierende in puncto Schreiben „ziehen“ und „bilden“ zu erfragen. Zum Beispiel: wie nehmen die Studierende die Konventionen im Fach wahr? Wie sieht der Prozess der Anpassung aus?  

      Kommentar von Oli auf 17. Januar 2020

      Was heißt das? Sollte der Prozess dort durchgeführt oder darüber geredet werden?
       

      Kommentar von Oli auf 17. Januar 2020

      [ in den Formen des Genres Hausarbeit]
      Warum speziell in diesen Formen und wieso Plural „Formen“?

      Kommentar von Oli auf 17. Januar 2020

      [ausmachen] kommt mir sehr stark vor
       

      Kommentar von Oli auf 17. Januar 2020

      [Vorbereitung der Materialbearbeitung]
      Was heißt das? Darunter kann ich mir nichts Konkretes vorstellen.

      Kommentar von Oli auf 17. Januar 2020

      [Anwesenheitsnotwendigkeit]
      Lustiges Wort. Warum nicht Pflicht?

      Kommentar von Oli auf 17. Januar 2020

      [bestimmte Anforderungen und Gegebenheiten des Arbeitsprozesses beim Schreiben von Hausarbeiten sichtbar und greifbar zu machen]
      Z. B.?

      Kommentar von Oli auf 17. Januar 2020

      Was heißt das? Verstehe ich nicht.

      Kommentar von Oli auf 17. Januar 2020

      Das raunt aber sehr. Nur was es sagt, ist mir weniger klar.

      Kommentar von Oli auf 17. Januar 2020

      Das ist ein Allgemeinplatz und unterstellt, dass das (häufig) nicht der Fall ist. Stimmen tut’s natürlich trotzdem – ist ja ein Allgemeinplatz.

      Kommentar von Anna G.-B. auf 17. Januar 2020

      Mich würde eure Begründung interessieren, wieso es aus eurer Sicht gerade diese beiden Elemente sind – zumal ihr oben ja viele Fragen formuliert habt. Wieso sind es bspw. nicht Methoden und/oder Zwischendeadlines?

      Kommentar von Anna G.-B. auf 17. Januar 2020

      Ich kann mich Nils voll und ganz anschließen. Ich habe zuerst ganz interessiert auf die Abbildung geguckt, bevor ich den Text gelesen habe, und finde sie auf Anhieb sehr verständlich. Mir fehlt jedoch im weiteren Text die transparente Bezugnahme darauf, wie ihr die einzelnen Unterpunkte (Probebühne, Feedback, Kooperation) umgesetzt habt, weil die Begriffe teilweise nicht wieder aufgegriffen werden.

      Kommentar von Anna G.-B. auf 17. Januar 2020

      Ich kann mich Barbara anschließen, zumal mie noch immer die Frage aus der Einleitung vor Augen ist „was bringt eigentlich mehr…“? Ich merke, dass ihr die einleitenden Fragen gar nicht so sehr aufwerft, um sie zu beantworten. Vielleicht sind mir die Zitate auch deshalb hier etwas zu, naja, irgendwie oberflächlich. Ich kriege nur einen ungefähren Eindruck, was die Teilnehmenden mitnehmen (können).

      Kommentar von Andrea auf 21. Januar 2020

      Wie definiert Ihr „textintensive Fächer“ bzw. ein mögliches Ausschlusskriterum „textarm“?

      Kommentar von Stefanie auf 21. Januar 2020

      Gute Frage! Dankeschön. Ich würde es übersetzen: Fächer, in denen nicht nur die Hausarbeiten Textform haben, sondern in denen auch die Forschungsobjekte häufig Texte sind: Quellen, Theorien, Interviews, Romane etc. Außerdem: Fächer, in denen nicht mit der Idee gearbeitet wird, gemeinsam an einer Front des Wissens neues Wissen zu gewinnen, sondern in denen der Diskurs, die Interpretation und die Diskussion dessen im Zentrum stehen, was andere gesagt, geeschrieben oder gedacht haben. 

      Kommentar von Marina Böhner-Walber auf 27. Januar 2020

      Vielleicht könntet ihr noch ganz kurz begründen, warum ihr keine quantitative Auswertung gemacht habt. 

      Kommentar von Marina Böhner-Walber auf 27. Januar 2020

      Hier könntet ihr auch noch mal bei Hartmut Rosa „Resonanz“ reinlesen bzw. ihn generell als Quelle berücksichtigen. Das Thema soziale Resonanz wird ja häufiger in eurem Text erwähnt. 

      Kommentar von Marina Böhner-Walber auf 27. Januar 2020

      Vielleicht könntet ihr noch kurz erläutern, warum ihr das erstmalig im Team-Teaching gemacht habt. 

      Kommentar von Swantje auf 27. Januar 2020

      Ich finde auch, dass das ein spannender Punkt ist, weil es auf die institutionellen Gegebenheiten der Produktion von Hausarbeiten verweist. Mich würde deshalb interessieren, ob übergeordnete Themen, wie z.B. das Schreiben für Noten, Dozent*innen als Adressat*innen und Disziplinierungsprozesse (d.h. das Übereinbringen von persönlich relevanter Fragestellung und den disziplinspezifischen Fragen) ein Thema war.

      Kommentar von Swantje auf 27. Januar 2020

      Ich glaube nicht, dass die Navigation im Schreibprozess einfacher wird, zumal es ja auch bei selbstgewählten Themen das Problem der Überidentifikation gibt. Ich glaube aber, dass selbstgewählte Themen eine motivationale Kraft bewirken können, die es bei vorgegebenen Themen nicht gibt.

      Kommentar von Swantje auf 27. Januar 2020

      Praktischer Vorschlag für die Taktung: Das Seminar so legen, dass es im letzten Drittel der Vorlesungszeit beginnt, so dass die Themenklärung noch im Semester satttfindet und Lehrende erreichbar sind. Der eigentliche Schreibprozess kann dann in der vorlesungsfreien Zeit stattfinden.

      Kommentar von Swantje auf 27. Januar 2020

      Für die Überarbeitung des Beitrags für den SoTL-Sammelband scheint mir der Text noch zu selbstbestätigend. Ihr vermutet am Anfang, dass Übungen und Austausch wichtig sind, dann zeigt Ihr das an Zitaten und am Ende kommt Ihr zu dem Ergebnis, dass Übungen und Austausch wichtig sind. Vielleicht ist das legitim. Aber mir schiene es interessant, das Seminar und die Texte der Studierenden noch einmal gegen den Strich zu lesen: WAs waren nicht-intendierte Folgen? Wo ist Unerwartetes passiert? Was würdet Ihr beim nächsten Mal anders machen? Eine übergeordnete Fragestellung scheint mir zu sein, wie man überfachliche Angebote an das Schreiben im Studium gut anbinden kann. Deutlich geworden ist:
      – Erreichbarkeit der Betreuer*innen sollte gewährleistet sein.
      – Unterschiedliche Schreibanlässe als Prüfungsformen werden sichtbar und bringen unterschiedliche Anforderungen an die Prozessbewältigung mit sich (Thema: selbstgewähltes Thema oder nicht)
      Fragen von Rolle und die Schaffung einer vertrauensvollen Atmosphäre (wie wurde das gemacht?) scheinen mir noch unterbelichtet zu sein.
      Adressatenorientierung: Für wen habt Ihr den Artikel mit welchem Ziel geschrieben? Was können andere von Euch lernen?

      Kommentar von Swantje auf 27. Januar 2020

      Ich habe eigentlich einen Kommentar zum Titel: Was ist eine transformative Erfahrung? Es gibt ja verschiedene Level von Lernerfahrungen. Interessant sind immer die, die zu Verhaltensänderungen führen. Hat Euer Seminar eine Verhaltensänderung bewirkt? Und könnt Ihr das an Eurem Seminar zeigen? Lernen durch Erfahrung enthält häufig auch ein disruptives Moment. Gab es solche Erfahrungen, die bisherige Vorgehensweisen der Studierenden irritiert haben? (vgl. meinen Kommentar zu Absatz 72).

      Kommentar von Frank Meyhöfer auf 27. Januar 2020

      Liebe Kommentierende, wir – die Organisator*innen der Tagung – möchten ebenfalls eine Bemerkung voranschicken: Marko und Stefanie waren so freundlich, uns ihren Beitrag für einen Pre-Test des Kommentierungsprozesses zur Verfügung zu stellen. Es handelt sich also noch nicht um ihren eigentlichen Beitrag, was dessen Werkstattcharakter erklärt. Wir werden den überarbeiteten Beitrag von Marko und Stefanie  – wie alle anderen auch – nach Einreichung am 20. Februar 2020 veröffentlichen.

      Kommentar von Marisa auf 29. Januar 2020

      Ich fände es spannend, hier noch mehr über den Hintergrund zu erfahren, warum ihr das Seminar neu konzipiert habt. Gab es bestimmte Erfahrungen/ Rückmeldungen/ Probleme aus den vorherigen Durchläufen, die euch dazu veranlasst haben?

      Kommentar von Marisa auf 29. Januar 2020

      Ich würde mich Nils‘ Idee gerne anschließen. Beim Lesen der Zitate habe ich oft den Eindruck, nur ganz bestimmte Aspekte der Freewriting Texte zu erfahren. Eine kleine Auswertung der Freewriting Texte z.B. anhand bestimmter verwendeter Begriffe, würde mir als Leser einen etwas weiter gefassten Einblick vermitteln und mir helfen, die Aussagen besser einordnen zu können.

      Kommentar von Elke auf 30. Januar 2020

      Ich würde an dieser Stelle gern genauer erfahren, was ihr neben der Beschreibung des Seminars im Artikel darstellt: Habt ihr eine Evaluation vorgenommen, die Portfolios analysiert oder Reflexionsphasen in irgendeiner Weise ausgewertet? Anders gefragt: Worauf basiert die angekündigte „Diskussion“?

      Kommentar von Elke auf 30. Januar 2020

      Die ersten beiden Aussagen implizieren m.E. die Annahme „Einmal gezeigt, sofort gelernt“ – ich gehe mal davon aus, dass das so von euch nicht gemeint ist. Vielleicht wäre es hier sinnvoll, noch einmal darauf hinzuweisen, dass die wenigsten Studierenden durch einmaliges Lesen eines Schreibratgebers zur perfekten wissenschaftlichen Autorin werden (und auch nicht durch den Besuch eines Tutoriums im ersten Semester, das die Basics vermittelt), sondern dass die Entwicklung wissenschaftlicher Schreibkompetenzen ein eher rekursiver Prozess ist?

      Kommentar von Elke auf 30. Januar 2020

      Hier würde mich das genaue methodische Vorgehen interessieren, also ob ihr alle Portfolios eingesammelt und ausgewertet habt oder nur die von Freiwilligen (heißt also auch die Anzahl der untersuchten Texte), ob die Studierenden wussten, dass ihr die Texte anschließend lest, und wie ihr bei der Analyse vorgegangen seid (z.B. ob ihr Analysekategorien gebildet habt).

      Kommentar von Elke auf 30. Januar 2020

      Ich stimme Barbara zu.

      Kommentar von Elke auf 30. Januar 2020

      Am Anfang eures Textes kam mir die Frage schon in den Kopf, jetzt stellt sie sich mir wieder: Habt ihr Unterschiede in den Texten zwischen unerfahrenen und erfahrenen Schreiber*innen festgestellt? Vielleicht in Bezug auf die Gewichtung des Nutzens der Veranstaltung? Daraus könnten sich ja möglicherweise Hinweise auf unterschiedliche Veranstaltungsformate für erfahrene und unerfahrene Schreiber*innen ergeben.

      Kommentar von Jantje auf 4. Februar 2020

      Ich liebe Visualisierungen und finde diese schon recht hilfreich. Etwas mehr Erläuterung dazu wäre für mich aber auch nicht schlecht. Mir wird z.B. nicht ganz klar, warum 1 und 2 die gleiche Form sind (= Kreis) und warum es dann zu 3 und 4 wechselt (Rechteck ohne Ecken, Rechteck).

      Kommentar von Jantje auf 4. Februar 2020

      Stichwort Motivation.
      Ich habe mich im Rahmen meiner Abschlussarbeit damit beschäftigt. Dachte ich zumindest du zu Beginn. Je länger ich mich damit befasste, desto mehr Begriffe kamen dazu: erst Volition und später Selbstkontrolle/-regulation. Oft geht es nämlich nicht klassisch um Motivation, sondern darum, wie ich in der Lage bin, mich selbst – auch ohne Motivation – zum Arbeiten zu bringen.
      Das geht aber sicherlich über euren Beitrag hinaus. Nur so ein kleiner Exkurs in meinem Kopf…

      Kommentar von Jantje auf 4. Februar 2020

      Ich würde Erhan hier wiedersprechen. Der Schreibprozess ist aus meiner Sicht höchst individuell. Damit meine ich, es gibt große Unterschiede, wie ich konkret persönlich vorgehe (schreibe ich drauflos oder erstelle ich vorher genaue Planungen, schreibe ich lieber nachts oder füh morgens, wechsle ich verschiedene Tätigkeiten ab oder mache ich sehr strikt eins nach dem anderen…). Natürlich gibt es Konventionen, wie der Text am Ende oder auch ein Forschungsdesign aussehen soll, welche Schritte relevant sind usw. – das gilt aber m.E. nicht für den Prozess des Schreibens selbst.
      Eine Studierende brachte den schönen Vergleich zu einer Tischlerlehre: Wissenschaftliches Schreiben ist so, als würde der Tischler-Meister einen Tisch hinstellen und sagen: „So, bau mal nach.“ ohne Anleitung, wie ich das Holz bearbeite oder aufbereite. Passt aus meiner Sicht 🙂 Und wie wir dann das Material bearbeiten, ist von Person zu Person sehr unterschiedlich – auch wenn das Produkt am Ende recht ähnlich sein kann.

  • Für wen ist das warum wichtig? Die adressatenbezogene Herleitung von Relevanz in gesundheitswissenschaftlichen Hausarbeiten (9 Kommentare)

    • Kommentar von Simon Gauseweg auf 25. Februar 2020

      Ist es für den Text sinnvoll, exemplarisch Einzeldisziplinen zu nennen? Etwa solche, die sich in ihrer Perspektive unterscheiden oder sogar diametral unterschiedliche Perspektiven einnehmen?

      Kommentar von Simon Gauseweg auf 25. Februar 2020

      Ist diese unbenotete Hausarbeit die „neue Prüfungsleistung“, die im vorhergehenden Absatz angesprochen wird?
      Wenn ja: Ist sie lediglich unbenotet, d.h. es gibt lediglich „bestanden / nicht bestanden“ oder ist sie auch unbewertet, d.h. es reicht für den Scheinerwerb aus, beschriebenes Papier abzugeben?
      Da ich zunächst vom ersteren Fall ausgehe: Was sind die Kriterien, nach denen die Arbeit als (nicht) bestanden bewertet wird?

      Kommentar von Simon Gauseweg auf 25. Februar 2020

      Welchen Umfang hat denn die abzugebende Hausarbeit? Und für wie viele Studierende ist ein/e Tutor*in zuständig?

      Kommentar von Simon Gauseweg auf 25. Februar 2020

      Auf die Gefahr hin, nun die wissenschaftlichen Gepflogenheiten anderer Disziplinen zu verletzen: Ein wenig Untergliederung in Form von Überschriften hätte mir die Lesbarkeit des Textes (und auch das Auffinden einzelner Passagen zum erneuten Lesen) erleichtert.

      Kommentar von Simon Gauseweg auf 25. Februar 2020

      Die Idee des Entscheidungsbaumes ist sehr interessant!

      Kommentar von Simon Gauseweg auf 25. Februar 2020

      Wie funktioniert diese Vierergruppe genau? Resultieren die maximal drei Markierungen bzw. Fragezeichen daraus, dass jeder alle fremden Texte (also drei) liest und jeweils eine Markierung setzen darf? Oder wird jeder Text in einer Dreiergruppe gelesen und wird sich dann auf die drei Markierungen geeinigt?

      Kommentar von Simon Gauseweg auf 25. Februar 2020

      „Es hat sich gezeigt, dass Studierende bei Texten anderer schnell merken, [ob sie gut sind], auch wenn es ihnen beim eigenen Text ggf. noch nicht gelungen ist.“ – Interessant! Gibt es Untersuchungen, die sich näher damit befassen?

      Kommentar von Simon Gauseweg auf 25. Februar 2020

      Wie ist die Erfahrung mit der Einsendung dieses Formulars? Und stellt das Formular letztlich einen Teilbereich des Gesamtergebnisses dar, d.h. kann der formulierte Text (ggf. mit wenigen Änderungen) übernommen werden oder stellt das Formular eine Trockenübung vor der Trockenübung dar?

      Kommentar von Simon Gauseweg auf 25. Februar 2020

      Wäre es ein Gedanke, hier Themen mehrfach, aber aus unterschiedlicher Perspektive zu vergeben? Hier ergäbe sich ggf. ein Feld für weitere Kooperation unter Studierenden in Form einer Negativ-Abgrenzung („Dieser Aspekt ist eher etwas für die Arbeit von Anne oder Bob, für meine aber uninteressant.“).

  • Vorschläge fürs Kommentieren (8 Kommentare)

    • Kommentar von Frank Meyhöfer auf 25. Juni 2019

      Vor allem das, was gerade jetzt beim Lesen auffällt!

      Kommentar von Frank Meyhöfer auf 25. Juni 2019

      So bspw. aus dem eigenen fachlichen Hintergrund heraus.

      Kommentar von Frank Meyhöfer auf 25. Juni 2019

      bzw. dort das markierte unter einem bestimmten Gesichtspunkt zur Diskussion zu stellen

      Kommentar von Frank Meyhöfer auf 25. Juni 2019

      „dies zugestanden, bedeutet das dann nicht auch, dass…“

      Kommentar von Frank Meyhöfer auf 25. Juni 2019

      Hier diskutieren Beat Döbeli Honegger und Michael Hielscher ihr flipped conference Konzept, dass sie im Rahmen der GMW-Jahrestagung 2014 umgesetzt haben:

      http://2014.gmw-online.de/272/

      Kommentar von Frank Meyhöfer auf 25. Juni 2019

      Hier bspw. zur Grundgesamtheit und Herkunft einer Stichprobe, zur Itemkonstruktion und Kategorienbildung…

      Kommentar von Frank Meyhöfer auf 25. Juni 2019

      Wie meinen wir das?

      Kommentar von Frank Meyhöfer auf 25. Juni 2019

      Dies bezieht sich nicht zuletzt auf die Möglichkeit, dass Autor*innen auf Kommentare zu ihren Beiträgen direkt antworten können – so wie hier geschehen.

  • Writing Fellows: eine Analyse zweier Einsätze von (fachfremden) Schreibtutor*innen in curricularen Seminaren (3 Kommentare)

    • Kommentar von Andrea Karsten auf 26. Februar 2020

      Ich vermisse eine Referenz auf die Literatur zum Writing Fellow Programm (z.B. Dreyfürst et al., 2018, Voigt, 2018). Es klingt im Text so, als wäre die Idee in München entstanden, was ja nicht so ist.

      Kommentar von Andrea Karsten auf 26. Februar 2020

      [Besonders wichtig ist dabei auch, dass es sich bei den Writing-Fellows in der Regel um fachfremde Schreibtutor*innen handelt. Dies hat den Vorteil, dass Lehrende ihre Ansprüche an die Textsorte und Schreibaufgabe für die Writing Fellows explizit machen müssen und diese die Erwartungen der Lehrperson besser an die Studierenden vermitteln können]
      Wir haben in Paderborn genau den umgekehrten Ansatz (s. mein Beitrag). Ich fände es gut, in Bielefeld darüber zu sprechen, ob Fachlichkeit förderlich oder hinderlich ist, wenn es darum geht, Erwartungen von Lehrenden für Studierende expliziter zu machen.

      Kommentar von Andrea Karsten auf 26. Februar 2020

      [geringe hierarchische Gefälle zwischen Writing Fellow und Studierenden]
      Oben stand, dass auch Promovierende Writing Fellows werden können. Dann ist das hierarchische Gefälle allerdings eher groß, würde ich spontan sagen. Oder?

  • Integration des Schreibens als Mittel des fachlichen Lernens im Studiengang Soziologie und Ethnologie (2 Kommentare)

    • Kommentar von Andrea Karsten auf 26. Februar 2020

      [Mit Lea und Street gesprochen, die dieses Thema aus der Perspektive der academic literacies behandeln, werden die „literacy demands“, denen sich Studierende stellen müssen, als Orte von „discourse and power“ gesehen (Lea & Street 1998, 159)]
      Ganz genau mit diesem Verständnis von Schreibenlernen im Hintergrund ist mein Kommentar oben zum „Schwierigkeiten-Äußern“ zu lesen. Es wäre spannend, dies mit den Fachlehrenden zu thematisieren. War das Teil der schreibdidaktischen Tags der Lehre? Wenn ja, was haben die Lehrenden dort dazu gesagt?

      Kommentar von Andrea Karsten auf 26. Februar 2020

      [aus einer genauen Beobachtung und einem vertieften Verständnis für die konkrete Fachsituation zu handeln]
      Das finde ich einen sehr wichtigen Gedanken! Es wäre für mich spannend herauszufinden, was die konkrete Fachsituation in diesen beiden Fächern in Konstanz eigentlich ausmacht, vielleicht im Vergleich mit anderen Fächern an anderen Hochschulen.
      Ich hoffe, das passiert, wenn wir in Bielefeld weiterdiskutieren! Ich freue mich!

  • Kommentierend ins Fach sozialisieren: Möglichkeiten und Wirkungen von Textfeedback in geisteswissenschaftlichen Fachseminaren (1 Kommentar)

    • Kommentar von Simon Gauseweg auf 25. Februar 2020

      Ist das jetzt ein besonders hilfreicher Kommentar, oder einer, der besonders unverständlich ist? Das wird in den folgenden Absätzen nicht deutlich.
      Dann stellt sich aber die Frage nach der Bedeutung des Zitats.

Quelle:https://schreibenlehren.de/all-comments/